Im Herzen des Bologneser Apennins bietet der Radweg der Erinnerung (Ciclovia della Memoria, eingebunden in das Netzwerk der Ciclovie dei Parchi der Region Emilia-Romagna) ein tiefgründiges und bewegendes Radfahrerlebnis. Diese Route verbindet Panoramablicke auf den Kammwegen der Täler von Reno und Setta mit dem historischen Erbe des Geschichtsparks von Monte Sole – einem symbolträchtigen Ort des Widerstands und des Gedenkens an die Opfer des Massakers von 1944. Dank des lokalen Eisenbahnnetzes eignet sich die Strecke perfekt für einen Tagesausflug mit der Kombination Zug + Fahrrad von und nach Bologna.
Nach dem Aussteigen am Bahnhof von Lama di Reno beginnt die Route sogleich mit einem kulturellen Höhepunkt: der romanischen Pieve di Panico, einem der architektonischen Juwelen des mittleren Reno-Tals. Hinter der Kirche beginnt der Anstieg in Richtung San Silvestro entlang der Kammlinie, welche die Täler der Flüsse Reno und Setta trennt und das Hauptrückgrat der gesamten Strecke bildet. Nach den ersten Abschnitten auf lehmigem Boden (Vorsicht vor Schlamm in regnerischen Jahreszeiten) verändert sich die Landschaft und gibt den Blick auf die für den Monte Sole typischen Sandsteinformationen frei. Die Route umgeht den Gipfel des Berges und führt zu den Orten, die vom Massaker im Herbst 1944 betroffen waren. Das Oratorium von Cerpiano sowie der Friedhof und die Kirche von Casaglia sind zentrale Stationen: Die als gesicherte Ruinen erhaltenen Gebäude zeugen von der Tragödie und bewahren die Friedensbotschaft des Gedenkparks.
Neben dem historischen Wert bietet die Strecke herausragende Naturerlebnisse: von Laubwäldern bis hin zu felsigen Beständen aus Steineichen und Waldkiefern, mit der Möglichkeit, die heimische Tierwelt (Schalenwild und Wölfe) zu beobachten. Für eine Pause und Erfrischung erreicht man das Besucherzentrum des Parks „Il Poggiolo“. Von dort aus beginnt die finale Abfahrt über die Ortschaft Sperticano bis zum Bahnhof von Pian di Venola – dem idealen Ausgangspunkt für die Rückfahrt mit dem Zug nach Bologna.
Höhenunterschied: +720 m Anstieg / -690 m Abstieg
Schwierigkeitsgrad: Mittel-Hoch (aufgrund steiler und schlammiger Abschnitte)
Untergrund: Gemischt (Asphalt, Schotter, Ton- und Sandsteinpassagen). Die Nutzung eines Mountainbikes oder Gravelbikes mit Stollenreifen für unebenes und schlammiges Gelände wird empfohlen.
Technische Bekleidung für Fahrräder
Erste-Hilfe-Set
GPS-System zur Orientierung
Telefon und Ladegerät + Powerbank
Ganzjährig begehbar, erfordert jedoch im Herbst und Frühjahr besondere Aufmerksamkeit, da sich auf den lehmigen Abschnitten zäher Schlamm ansammelt.
Entweder GPX-Route.